Schreiben am Tolmun - III
Dramatiker
- Matjaž Zupančič
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Literatur des slowenischen Nachbarn Dramatik
Der slowenische Dramatiker Matjaz Zupancic (Jg. 1959) studierte Theaterregie und Dramaturgie in Ljubljana und London. Seine Stücke sind dem Theater des Absurden verpflichtet und wurden bislang vor allem in Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Polen und Italien aufgeführt.
Zupancic wurde für seine Stücke u.a.der Grum-Preis, die höchste Theaterauszeichnung Sloweniens, verliehen.
Ensemblemitglieder lesen aus seinem Text Die Klasse. mit: Katarina Hartmann, Petra Torky; Peter Becker, Rainer Frieb, Benjamin Strecker, Günther Wiederschwinger
Moderation: Erwin Köstler
Location
im Wiener Volkstheater, Weißer Salon
Das Stück
Ein Klassenzimmer, eine Prüfungskommission, die eben die Kandidaten hereinrufen will: in solch bedrückendem Ambiente beginnt das Stück Die Klasse des slowenischen Dramatikers Matjaž Zupančič. Doch nicht Lehrer und Schulräte sitzen hier über das Schicksal der Prüflinge zu Gericht, sondern bezahlte Teilnehmer eines Firmenseminars, hochkarätige Experten für Fragen des Aufstiegs von einer Klasse in die andere. Die Klasse aber, die angeblich vor der Tür wartet – ja: wo ist sie geblieben?
Matjaž Zupančič wurde für das Stück Die Klasse mit dem Grum-Preis für das beste Stück des Jahres 2006 ausgezeichnet.
Matjaž Zupančič
geboren 1959, studierte Theaterregie und Dramaturgie in Ljubljana und London. In den achtziger Jahren Leiter des Experimentaltheaters Glej, widmete sich anschließend dem Schreiben, Regieführen und Unterrichten. Er ist außerordentlicher Professor an der AGRFT (Akademija za gledališče, radio, film in televijo) in Ljubljana Autor von zwei Romanen und zehn Stücken, Regisseur von über vierzig Inszenierungen. Seine dem Theater des Absurden verpflichteten Stücke wurden bislang vor allem in Slowenien, Luxemburg, Frankreich, Polen, Italien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina aufgeführt, Teilnahmen an der Bonner Biennale und dem Theaterfestival in Avignon. Die ersten Dramentexte erschienen 1993 unter dem Titel Izganjalci hudiča (Die Teufelsaustreiber), weitere Stücke: Slastni mrlič (Die leckere Leiche), Nemir (Unruhe), Ubijalci muh (Die Fliegenmörder), Vladimir (Vladimir), Goli pianist (Der nackte Pianist), Hodnik (Der Korridor), Bolje tič v roki kot tat na strehi (Besser den Schwanz in der Hand als den Dieb auf dem Dach), Igra s pari (Spiel mit Paaren), Razred (Die Klasse). Mehrfacher Träger des Grum-Preises, der höchsten Theaterauszeichnung, die Slowenien zu vergeben hat. Für Bolje tič v roki kot tat na strehi wurde Zupančič auf den Tagen der Komödie 2005 in Celje mit den Preisen für das beste Stück und die beste Regie prämiert. Das Stück Vladimir wurde 2002 verfilmt.
In Zusammenarbeit mit: KSSSD/Klub Slowenischer StudentInnen in Wien und dem Zentrum für slowenische Literatur/Ljubljana